Déjà-vu

Das hatten wir doch vor gar nicht allzu langer Zeit schon mal erlebt….

Das 3. Spiel stand an, der Gegner war die Mannschaft von Lurup.

Ein Blick in die Tabelle ließ vermuten, dass unsere Siegchancen nicht so schlecht sein sollten. Lurup hatte seine ersten 3 Spiele mit insgesamt 1:24 Toren verloren, da kann doch was gehen.

Aber bereits der erste Blick auf die Spieler ließ Ungemach erahnen. Da waren sie wieder, die jungen Männer mit Gardemaß und Muskelkraft.

Leider bewahrheiteten sich die Befürchtungen. Mindestens 4 gegnerische Spieler waren allen unseren Jungs körperlich haushoch überlegen. An realistische Chancen bei Zweikämpfen war nicht wirklich zu denken. Diese Spieler, die in einer Achse aufgestellt waren, gingen durch unsere Defensive wie durch Butter und zogen auch der Offensive sofort den Zahn. Bei Sprints nahmen sie unseren Jungs auf 10 Metern 8 ab, die Einwürfe erinnerten an die von Guy Demel und auch die Schusskraft war beachtlich für die junge C-Jugend.

Lange Rede kurzer Sinn.

Am gestrigen Abend ging nichts, wir waren am Ende chancenlos, auch wenn sich unsere Jungs nie aufgaben und sich immer wieder dem ungleichen Duell stellten. Schon komisch, wie Lurup nach dieser Leistung die ersten Spiele so deutlich verlieren konnte.

So what…

Wir müssen dieses Spiel schnell abhaken und an die nächste Aufgabe denken (5 Euro ins Phrasenschwein). Aber ernsthaft: „Jungs, lasst Euch davon nicht entmutigen. Ihr seid gut genug, um euer Ziel zu erreichen.“

Teil 3 der Mission vertagt.

Furioser Saisonstart

Endlich ging es los. Unsere Jungs der 3.C. starteten zu ihrer Mission

„Aufstieg in die Landesliga“.

Insgesamt 12 Mannschaften kämpfen um die begehrten Plätze in der nächsten Landesliga-Saison. Wir haben uns als 4. der Qualifizierungsstaffel in diese Runde gespielt und wussten, dass es ein hartes Stück Arbeit wird, den nächsten Sprung zu schaffen.

Das erste Spiel bestritten wir gegen das uns noch unbekannte Team von Germania Schnelsen. Bereits die Anfangsphase machte deutlich, dass wir sehr konzentriert zur Sache gingen. Beide Mannschaften verteidigten sehr hoch, hier war Spielwitz und gute Ballkontrolle gefragt. Nach einem ersten Abtasten übernahmen wir die Hoheit im Mittelfeld und fuhren einen Angriff nach dem anderen. Folgerichtig brachte uns Roberto mit einem Doppelpack 2:0 in Führung. Leider vergaben wir noch eine Reihe von hochkarätigen Chancen; wir hätten zur Halbzeit schon alles klar machen können (müssen!). Aber wie es dann im Fussball so kommt, patzen wir bei einer Ecke (alle Spieler unterschätzten die Flugbahn) und der Gegner konnte seelenruhig aus einem Meter einköpfen.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit machte Schnelsen mächtig Druck. Durch eine hohe Laufbereitschaft, energisch geführte Zweikämpfe und einem sicheren Torwart überstanden wir diese 15 Minuten unbeschadet. Es folgten eine Reihe spielerisch ansehnlicher Angriffe von uns. Dabei konnten wir die hoch stehende Abwehr des Gegners durch geschickte Vertikalpässe immer wieder überwinden und erhöhten völlig verdient zum 5:1 Endstand.

Teil 1 der Mission erfüllt.

Im 2. Spiel mussten wir bei SV N.A., unserem Konkurrenten aus der Qualifikationsrunde antreten. Wie erwartet, begann das Spiel annähernd ausgeglichen, mit leichten Vorteilen für uns. Kritisch anzumerken ist lediglich, die abermals ungenügende Chancenauswertung. „Normalerweise“ hätten wir 5 bis 6 Tore in der ersten Hälfte machen können (müssen!). Zu unserem Glück waren wir in bester Spiellaune und ließen uns auch durch die ein oder andere Nicklichkeit nicht aus dem Konzept bringen. Aus einer sicheren Abwehr heraus wurde das Spiel klug aufgebaut und die Außen immer wieder mitgenommen. Unsere 2:0 Halbzeitführung ging somit völlig in Ordnung.

Die 2. Halbzeit sorgte dann für eine Reihe von Aufregern, ausgelöst durch diverse „überraschende“ Entscheidungen. Das Spiel wurde im Anschluss deutlich intensiver geführt, ein Freistoß jagte den anderen und wie aus dem Nichts gab es einen Elfmeter für SV N.A. Nur noch 2:1. Sollten wir den bis dahin sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand geben? Besonders stolz waren wir Eltern auf die Trotzreaktion, die die Jungs daraufhin zeigten. Anstatt mit dem Schicksal zu hadern, besannen sie sich auf ihre besondere Qualität, nämlich die Spielkultur. So konnten wir uns immer besser aus der Bedrängnis befreien und schlossen 2 hervorragend gespielte Konter zum 4:1 Endstand ab.

Diese beiden Spiele zeigten, dass wir auf einem guten Weg sind. Eine geschlossene Mannschaftsleistung, gepaart mit Spielintelligenz, technischen Kabinettstücken, Kampfeswille, Laufbereitschaft, Entschlossenheit vor dem Tor und in der Rückwärtsbewegung machte Lust auf mehr.

Teil 2 der Mission erfüllt.

Wie cool ist das denn?

Die letzten Wochen waren eine ständige Gefühls-Achterbahn.

Das Ganze nahm seinen Lauf an dem Tag, als wir unsere letzten beiden Punktspielgegner in ihrem direkten Aufeinandertreffen beobachteten.

Verwundert stellten wir fest, dass die für wesentlich stärker eingeschätzte Mannschaft von SV NA (zum damaligen Zeitpunkt immerhin Tabellenzweiter) völlig chancenlos gegen die bis dahin in der Tabelle aussichtslos hinten liegende Mannschaft von HT16 verlor. Das Ergebnis entsprach trotz des 6:0 nicht einmal ansatzweise dem Spielverlauf – HT16 vergab noch zahlreiche 100%-ige Chancen.

Das konnte ja noch was werden: So schwach wie an dem Tag würde SV NA wohl kaum ein zweites Mal spielen und HT16 stieg plötzlich erstarkt wie Phönix aus Asche. Erstaunlich fand ich in dem Moment, dass ich viele bekannte Gesichter, der sehr spielstarken Mannschaft der Vorsaison bei HT16 gesehen habe. Warum haben es die Jungs nicht in die 98er-Verbandsliga-Truppe von HT16 geschafft? Aber man kann ja nicht alles wissen und so habe ich mich mit dem Gedanken nicht weiter beschäftigt.

Egal dachten wir uns; wir hatten es immer noch selbst in der Hand, die Aufstiegsrunde zur Landesliga zu erreichen.

Eine Woche später stand das Spiel gegen HT16 an. Das Spiel nahm eine denkwürdige Entwicklung. Wir verloren 6:2, hatten dabei aber Torchancen für 4 Spiele. Insgesamt trafen wir 6-Mal Pfosten und Latte und gingen bestimmt 7-Mal alleine auf das gegnerische Tor zu. Leider fanden wir keine Mittel, den sehr robusten Mittelstürmer von HT16 zu stoppen. Wie durch Butter, marschierte er durch unsere Abwehrreihen, unsere Jungs prallten förmlich von ihm ab und so sorgte er fast im Alleingang für die Entscheidung.

Das war doch ein erheblicher Dämpfer für uns, somit mussten wir gegen SV NA gewinnen, um unsere Chance zu wahren (dachten wir jedenfalls bis dahin).

Zwei Tage vor dem entscheidenden Spiel gegen SV NA traf mich ein Blick auf die Tabelle wie ein Blitz. Waren wir bis dato noch vor SV NA platziert, standen diese auf einmal vor uns. Hatte ich denn die Tabelle vorher nicht richtig gelesen, konnte ich mich so irren? Nach einiger Suchzeit im Internet entdeckte ich dann, dass SV NA seine Niederlage gegen HT16 vor dem Sportgericht in einen Sieg umgewandelt hatte. Wir erfuhren, dass einige Spieler von HT16 für die Bezirksliga anscheinend nicht spielberechtigt waren. Wenn dem so ist, traf das wahrscheinlich auch für unser Spiel gegen HT16 zu und so entschlossen wir uns, ebenfalls Protest gegen die Spielwertung einzulegen.

Das Spiel gegen SV NA war ein echtes Highlight. Ein Sieg würde uns alle Chancen auf die Aufstiegsrunde bewahren (vorausgesetzt unser Protest ist erfolgreich), zumal Berne durch die knappe 1:2 Niederlage gegen Condor Platz 4 nicht mehr erreichen konnte. Wir zeigten unsere beste Saisonleistung und gewannen verdient in der letzten Minute mit 2:1. Sowohl spielerisch, als auch kämpferisch gaben die Jungs alles und entsprechend groß war der Jubel nach dem Spiel.

Jetzt begann die bange Wartezeit. Was wird aus unserem Protest? Anfang der Woche war es soweit, die Verhandlung stand an und tatsächlich war ein Spieler (das reicht ja schon) nicht spielberechtigt. Im Ergebnis wurde das Spiel mit 3:0 für uns gewertet und wir stehen sicher in der Aufstiegsrunde zur Landesliga.

Für die tolle Leistung möchte ich mich bei allen Spielern, Pit, Dirk und den Eltern bedanken. Ihr habt es verdient.

Und jetzt auf zu neuen Ufern………….

Ich wünsche allen geruhsame Feiertage, einen guten Rutsch und ein gesundes, glückliches und erfolgreiches neues Jahr.

Schade, dass manche Spiele irgendwann enden

Das habe ich gedacht, als ich unsere letzten beiden Spiele gegen Finkenwerder und den Tabellenführer Condor gesehen habe.

Ich hätte noch Stunden zuschauen können…

Besonderen Spaß machten die spielerischen Fertigkeiten. In der Ballannahme und im Passspiel haben wir uns enorm verbessert. Es waren sogar eine Reihe von Doppelpässen zu sehen. In brenzlichen Situationen wurde der Ball nicht hektisch nach vorne geschossen; vielmehr kamen dem Ballführenden gleich mehrere Mitspieler zu Hilfe und wir befreiten uns mit direktem Kurzpassspiel aus der Gefahrenzone.

Die Außen waren diesmal sehr gut besetzt und immer anspielbar. Es waren deutlich mehr kreative Spielzüge zu entdecken – auch wenn nicht jede Aktion klappte.

Mit viel Leidenschaft gingen wir in alle Zweikämpfe, unabhängig davon, ob der Gegenspieler ein oder gar zwei Köpfe größer war.

Auch Rückstände haben uns nicht geschockt. Sind wir in der Vergangenheit nach Gegentoren oft „zusammengebrochen“, haben unsere Jungs das Missgeschick kurz abgehakt und wieder auf den Ausgleich oder die Führung gedrängt.

Die Chancenverwertung nimmt inzwischen auch verbesserte Formen an, so gehen wir zielstrebiger und schnörkelloser auf das Tor zu und brauchen somit weniger Möglichkeiten um zum Torerfolg zu kommen.

Auch ist die steigende Zahl der verschiedenen Torschützen ein Indiz für ein variantenreicheres Spiel.

Der Mannschaftszusammenhalt muss unbedingt noch erwähnt werden. Die Ansprachen untereinander sind durchweg positiv; jeder akzeptiert den anderen, kämpft für ihn und springt in die Bresche.

Folgerichtig konnten wir gegen den direkten Konkurrenten um einen Qualifizierungsplatz zur Aufstiegsrunde in die Landesliga – Finkenwerder – ein deutliches 7:3 herausschießen und gegen Condor nach vorbildlichem Einsatz in letzter Minute den verdienten 3:3 Ausgleich erzielen.

Es warten jetzt noch 2 Mannschaften auf uns, die ebenfalls noch Chancen auf das Weiterkommen haben. Aber wir haben den wichtigen 4. Platz bisher verdient erobert und verteidigt und gehen mit einem Punkt Vorsprung in die Schlussetappe.

Ich wünsche unseren Jungs und allen Eltern für die nächsten Spiele so viel Spaß am Fußball, wie ich ihn zuletzt hatte.

Voll auf Kurs

Letzten Samstag erzielte unser Team einen völlig verdienten 3:1 Sieg gegen HNT. Damit sind wir punktgleich mit dem derzeit 4.Platz, der zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Landesliga berechtigt. Und wie der Spielplan es so will, ist unser nächster Gegner Finkenwerder, der aktuell den 4.Platz hat.

Wir haben es also selbst in der Hand uns zu belohnen…

Welche Auffälligkeiten bot nun das Spiel gegen HNT?

Zunächst ist hierbei Roberto zu erwähnen, der unser Mannschaft nach längerer Zeit wieder einen Dreierpack bescherte und auch sonst unsere offensive Ausrichtung permanent forcierte. Alexander hat das neue Kapitänsamt ebenfalls enorm beflügelt. Mit lautstarken Anweisungen, vorbildlichem kämpferischen Einsatz schaltete er sich sogar mehrmals in den Angriff ein und erzwang dadurch 2 hervorragende Torchancen, die leider knapp das Tor verfehlten. Dennis, Kayhan und Kian sind wieder das verlässliche Abwehrteam gewesen. Wechselseitig stoppten sie, die zum Teil gefährlichen, Konter der schnellen Stürmer von HNT. Phillip zeigte wieder große Laufbereitschaft als Verbindungsglied zwischen Defensive und Offensive. Bemerkenswert war, mit welchem Torriecher er sich gefühlte 10-mal in ausrichtreichste Einschussposition brachte. Leider war ihm in diesem Spiel das Glück versagt, aber ich bin überzeugt, er hat sich die Tore für die kommenden Aufgaben aufbewahrt. Aber auch die Anderen waren an dem Tag nicht minder gut und wir haben als Team verdient gewonnen.

Einzig zu kritisieren ist die Torausbeute; dadurch bekam die Partie eine unnötige Spannung und wir haben eine kleine Chance verpasst, auch nach Toren mit Finkenwerder gleich zu ziehen. Macht aber nichts: Hauptsache, wir kreieren Torchancen, die wir die nächsten Male auch verwandeln.

In diesem Sinne lasst uns am kommenden Wochenende mit einem Spektakel in die 3. Pokalrunde einziehen.

Gefühls Zick-Zack

Die Aufstiegssaison nimmt langsam Fahrt auf. In dieser Woche stehen 3 Punktspiele an. Die bisher erlebten Emotionen schwanken dabei von „Himmel hoch jauchzend“ bis „ Zu Tode betrübt“.

Letzten Samstag hatten wir es mit der Mannschaft des Harburger TB zu tun. Mit etwas mulmigem Gefühl kamen die Erinnerungen an den starken Auftritt der Harburger bei dem Freundschaftsturnier von Bergedorf 85 hoch. Doch bereits die ersten Minuten zeigten, dass in dem Spiel was gehen würde. Die Jungs begannen sehr konzentriert und beherzigten die Anweisungen des Trainers. Dem Ballbesitzenden boten sich meistens ein bis zwei Anspielstationen, die Mannschaftsteile rückten dichter zusammen, als noch im ersten Spiel gegen Berne. Die Abwehr orientierte sich am Taktgeber Alexander; sie stand auf einer Linie und rückte bei Ballgewinn richtigerweise auf. Pascal, der Torwart fungierte gut als Anspielstation bei gegnerischen Pressing, so war unser Spielaufbau variantenreicher. Das Mittelfeld um Phillip leistete viel Laufarbeit und störte den Gegner schon frühzeitig am Spielaufbau. Roberto und Bjann waren in blendender Spiellaune. So entwickelte sich ein mitreißendes Spiel mit diversen Torchancen.

Aber auch Harburg hatte einen großen Anteil an dem spannenden Spiel. Da die Stürmer sich in 1:1 Situationen gegen unsere Defensive kaum durchsetzen konnten, war der Steilpass in die Spitze oft der Lösungsversuch. Dabei konnten wir die Angreifer meist ins Abseits stellen; kam ein Ball mal durch, passte Pascal vorzüglich auf und klärte an der Strafraumkante.

Dennoch führte eine Unachtsamkeit zum 0:1 Rückstand. Dessen ungeachtet behielten wir unsere Linie bei und drückten auf den Ausgleich. Mit einer Energieleistung ging Roberto einem scheinbar unerreichbaren Ball hinterher und tatsächlich: Er zwang den Abwehrspieler in den Zweikampf, gewann diesen und verwandelte zum 1:1 Ausgleich.

Das Spiel wurde im Anschluss ein wenig hektischer und auch härter. Insbesondere Kian wurde zweimal sehr hart angegangen, ließ sich in seiner ihm eigenen Art aber nichts anmerken und spielte unbeirrt weiter.

Kurz vor Schluss hatte Leonhard seine große Szene. Zunächst klatschte sein Schuss von der halbrechten Strafraumseite noch an die Latte, aber zum Glück reagierte er blitzschnell, ging dem Abpraller nach köpfte zum 2:1 ein.

In den verbleibenden Minuten standen die Jungs wie ein Team zusammen und verteidigten den Vorsprung bis zum Abpfiff.

Das war eine großartige Leistung und machte Appetit auf mehr.

Gestern nun war die große Unbekannte Türkiye zu Gast an der Scharbeutzer Straße. Wir hatten noch nie gegen diese Mannschaft gespielt und für Türkiye war es, nach einigen Spielausfällen, das erste Punktspiel – keiner wusste, was kommt.

Das Spiel begann mit Vorteilen für unser Team. Mit ein bisschen Glück führen wir nach wenigen Minuten mit 1:0 oder gar 2:0, aber es fehlte die notwendige Gelassenheit vor dem Tor und der Abschluss war überhastet ohne Erfolg.

Die Mannschaftsteile von Türkiye konnten unterschiedlicher nicht sein. Deren Abwehr hatte in etwa die Statur unserer Jungs, so dass Zweikämpfe auf Augenhöhe möglich waren. Insgesamt zeigte die Abwehr des Gegners auch einige Unsicherheiten – nach vorne sollte also was gehen. Die Stürmer waren dagegen körperlich deutlich weiter als unser gesamtes Team; technisch auf sehr hohem Niveau, unglaublich schnell und sehr muskulös. Hier würden wir uns nur im Verbund helfen können.

Aber wie befürchtet, überrannten uns insbesondere 2 Spieler des Gegners das ein oder andere Mal. Unsere Spieler prallten dabei förmlich vom wuchtigen Körper der Stürmer ab. In der Folge lagen wir 0:2 hinten. Dies entsprach eigentlich nicht dem Spielverlauf. Auch diesmal entwickelten wir zumindest in der ersten Halbzeit ein geordnetes Pass- und Positionsspiel und hatten unsere Chancen.

Kurz nach Wiederanpfiff schafften wir folgerichtig auch den Anschlusstreffer zum 1:2.

Anstatt dies zu mehr Sicherheit führt, war das Gegenteil zu erkennen. Das Timing im Passspiel ging verloren. Der Ball wurde fast ausnahmslos in den Lauf und nicht in den Fuß gespielt. So musste der Mitspieler dem Ball immer hinterher laufen und bekam ihn nicht genau in den „laufenden Fuß“. Auch hatten wir zu viele Ballverluste in der eigenen Hälfte. Trotz Überzahl wurde oft nicht der sichere Ball gespielt, das risikoreiche direkte Spiel war häufig nicht die richtige Wahl.

Nachdem dann der stark böige Wind einen eigentlich haltbaren zu einen unhaltbaren Torschuss verwandelte, war der 2 Tore Rückstand wieder hergestellt.

Am gestrigen Tag hatte unser Team dann leider nicht mehr den Glauben und die Energie noch einmal nachzulegen; der körperliche Unterschied wurde immer deutlicher und innerhalb weniger Minuten war das Spiel zu Gunsten von Türkiye – für meinen Geschmack – mit 6.1 zu deutlich entschieden, denn auch wir hatten noch einige gute Einschussgelegenheiten.

Dennoch ist mit Blick auf den zum Weiterkommen berechtigenden 4. Tabellenplatz nichts verloren. Wir haben noch ein Spiel weniger und können mit einem Sieg am kommenden Samstag bei HNT punktgleich auf den 4. Platz aufschließen. Das sollte auch möglich sein, wenn wir uns an einige „Grundregeln“ halten:

  • Ballverluste in der eigenen Hälfte sind „verboten“,
  • durch kurze und lange Diagonalbälle Lücken beim Gegner reißen, die dann zum Pass in die nächste oder übernächste Positionslinie genutzt werden können,
  • Präzision ist dabei oberstes Gebot,
  • den Ball in den Fuß spielen,
  • bei Ballgewinn aufrücken,
  • mit Tempowechsel (und mehreren Spielern) in die torgefährliche Zone,
  • auch mal „hintenrum“ spielen,
  • den Abschluss suchen,
  • und vor allem sich gegenseitig motivieren und für einander kämpfen.

Also Jungs: Klingt doch ganz einfach.

Ihr schafft das!

0:5 und dennoch nicht verzagen

Was scheinbar paradox klingt, sollte trotzdem auch weiterhin die Einstellung des Teams bestimmen.

Im ersten Saisonspiel mussten wir eine am Ende deutliche 0:5-Niederlage gegen TuS Berne hinnehmen. Dessen ungeachtet zeigte die Mannschaft eine ansprechende, wenn nicht sogar die beste Offensivleistung der jüngsten Vergangenheit.

Wir spielten uns alllein in der ersten Halbzeit 6 hochkarätige Einschussmöglichkeiten heraus, konnten leider keine davon nutzen. Insbesondere in der ersten Halbzeit war es ein mindestens ausgeglichenes Spiel, zunächst mit einem Übergewicht für uns. Die Abwehr stand kompakt, die besseren Torchancen konnten uns zugeschrieben werden. Die Führung für Berne entsprach keineswegs dem Spielverlauf. Dieser war gekennzeichnet durch ein laufintensives Spiel, es ging rauf und runter. Leider kassierten wir mit der letzten Aktion aus heiterem Himmel den 0:2 Pausenrückstand –kein Grund die Hoffnung aufzugeben.

Im weiteren Verlauf schwand aber genau diese bei immer mehr Spielern. Eine Mischung aus einem konditionell bedingten Nicht-mehr-Können und situativ auch aus einem Nicht-mehr-Wollen nahm bei uns die Überhand. Nachdem auch weitere gute Chancen für uns nur knapp das Tor verfehlten, kam der Glaube an eine (zu dem Zeitpunkt immer noch mögliche) Wendung abhanden; die Aggressivität im Zweikampfverhalten ließ nach, es wurde dem Gegner vieles zu einfach gemacht. Folgerichtig baute Berne seine Führung aus und wir hatten das Spiel verloren.

Der Tag stand von Anfang an nicht unter einem guten Stern. Nach bereits bekannten Absagen konnten wir dankenswerter Weise auf 2 Spieler des jüngeren Jahrgangs zurückgreifen. Knapp 1,5 Stunden vor dem Spiel die nächste Hiobsbotschaft: 2 weitere Spieler mussten krankheitsbedingt absagen. Somit standen wir ohne Auswechselspieler da. Kurz entschlossen haben sich 2 weitere Jungs des noch jüngeren Jahrgangs bereit erklärt, uns in dieser kritischen Situation zu helfen. Und tatsächlich waren gleich nach Beginn der 2. Halbzeit verletzungs- und konditionell bedingte Auswechslungen notwendig. Alle jüngeren Jahrgänge waren jetzt auf dem Platz und fügten sich nahtlos in das Spiel und Mannschaftsgefüge ein. Die Jungs zeigten eine enorme Laufbereitschaft und konnten viele Situationen spielerisch zu unseren Gunsten lösen. Alle zeigten ein bereits gut entwickeltes Gespür für positionsorientiertes Stellungsspiel und Laufverhalten und gingen keinem Zweikampf aus dem Weg. Das war eine tolle Leistung, dafür noch einmal ein ganz großes Dankeschön.

Um auf die Eingangsworte zurück zu kommen: Wir waren nicht so schlecht, wie es das Ergebnis vermuten lässt. Entscheidend für die nächsten Aufgaben ist, dass die Jungs als Mannschaft auftreten und entsprechend zusammenrücken. Jeder muss den anderen unterstützen und respektieren. Dann bin ich sicher, dass auch das Glück wieder zu uns zurück findet, denn nur mit der richtigen Einstellung kann man das Glück und auch den Erfolg erzwingen.

Ich freue mich auf das nächste Spiel, es ist noch nichts verloren…

Packender Pokalfight zum Saisonauftakt

Es war soweit. Endlich konnte unsere Mannschaft in das erste Pflichtspiel der Saison starten.

Nach einer durchaus gelungenen Saisonvorbereitung, in der wir uns zuletzt bei einem Turnier in Bergedorf gegen Bezirks-/Landes- und Verbandsliga-Mannschaften achtbar aus der Affäre gezogen haben, wartete im Pokal eine der beiden Bezirksligamannschaften vom SC Condor als vergleichbar schweres Auftaktlos auf uns.

Die Devise für das Spiel war klar. Nachdem wir in den vorangegangenen Testspielen bereits sehr gute Abwehrleistungen zeigten, wollten wir aus der gewohnt kompakten Defensive heraus sukzessive das Übergewicht im Mittelfeld erreichen.

Den Plan haben unsere Jungs auch toll umgesetzt. In allen Mannschaftsteilen war die notwendige Laufbereitschaft vorhanden. Die Stürmer haben sich zum Teil geschickt zurückfallen lassen und dienten als Wandspieler dem aufrückenden Mittelfeld als Anspielpartner. Auch war eine deutlich verbesserte Ballbehandlung- und Sicherheit zu spüren. Kam der Ball nach eigenem Ballbesitz in der Vorbereitung meist postwendend auf Grund von Ungenauigkeiten bei der Ballannahme wieder zurück, waren Passspiel und Ballstafetten dann und wann zu sehen. Dadurch hatten wir die Zeit und Möglichkeit, mehr Spieler in Ballnähe zu versammeln; dem Ballführenden boten sich so mehr Angebote und ein Offensivspiel war zu erkennen.

Das Spiel war über die gesamte Spieldauer annähernd ausgeglichen mit Chancen auf beiden Seiten. An dieser Stelle ein Lob an Pascal, unseren Torwart. In seinem ersten Pflichtspiel zeigte er eine überzeugende Leistung. Vorausschauend konnte er jeden Steilpass des Gegners am Sechzehner aufnehmen und hatte stets eine sichere Ausstrahlung und gute Reflexe.

Die Abwehr um Alexander, Kayhan, Kian und Dennis funktionierte wieder einmal wunderbar im Team. In Bedrängnis kam sofort ein Mitspieler zu Hilfe, der Körpereinsatz gegen die zum Teil größeren und kräftigeren Gegner war vorbildlich. Dies war ein Garant, dass echte Torchancen des Gegners ausblieben. Das Mittelfeld war sich für keinen Weg zu schade und setze den Sturm oft mit Steilpässen in Szene, wodurch aussichtsreiche Tormöglichkeiten entstanden. Christopher, Roberto, David und Niclas haben es mit viel Einsatz und Willen geschafft, die Bälle auch schon Mal kurz hinter der Mittellinie abzufangen oder zu blocken und den Gegner somit in größerer Distanz zu unserem Tor zu halten. Auch Yannik und Kelvin sorgten durch ihr engagiertes Spiel dafür, dass Condor selbst in der Schlussphase die Abwehr nicht entblößen konnte.

Das 1:0 für uns fiel zwar glücklich, aber folgerichtig. Ein Freistoss von Roberto aus großer Entfernung, als Flanke geschlagen, setzte vor dem Torwart auf und senkte sich über Freund und Feind in Netz. In der 2. Halbzeit konnte Philipp einen schnell und zielstrebig vorgetragenen Konter zum 2:0 verwandeln. Das sollte eigentlich zum Weiterkommen reichen. Zittern mussten wir dennoch, da der Gegner 10 Minuten vor Schluss den Anschlusstreffen markierte. Aber mit vereinten Kräften wurde der Sieg über die Zeit gebracht und wir haben die nächste Runde verdient erreicht.

Ich denke, diese Leistung und die Erfahrungen der Vorbereitung, lassen die Hoffnung auf eine erfolgreiche Saison zu. Wenn es gelingt, dass alle 3 Mannschafteile enger zusammenrücken (wie schon in diesem Spiel zu sehen), bieten sich Roberto, als zentralem Spielmacher, mehr Möglichkeiten. Daraus lässt sich ein Passspiel entwickeln, an dem mehrere Spieler beteiligt sind, der Ball muss dann nicht, mangels Alternative, steil in die Spitze gespielt werden. Dies ist ein Gewöhnungsprozess. Nachdem wir in der letzten Saison ja meist in die Defensive gedrängt wurden, können wir dieses mal sicherlich mehr mitspielen (die großen Gegner der Vorsaison – Komet Blankenese, HT16, ´Barsbüttel – sind ja aufgestiegen). Deshalb bin ich überzeugt, dass die folgenden Spiele allen viel Spass machen werden.