Mitgliederversammlung 2016

50.000 Stunden ehrenamtliche Arbeit

Marc Ahlers (2.v.l.) wurde als 1. Vorsitzender zum Nachfolger von Hajo Kowalski (2.v.r.) gewählt. Axel Baake (links) ist ab sofort 2. Vorsitzender, Joachim Thunert 3. Vorsitzender.
Marc Ahlers (2.v.l.) wurde als 1. Vorsitzender zum Nachfolger von Hajo Kowalski (2.v.r.) gewählt. Axel Baake (links) ist ab sofort 2. Vorsitzender, Joachim Thunert 3. Vorsitzender.

Rahlstedt, 3. März 2016 – Vor großem Publikum fand am 26. Februar die jährliche Mitgliederversammlung des Rahlstedter Sport-Clubs statt. Rund 90 Mitglieder und Gäste waren ins Vereinsheim an der Scharbeutzer Straße gekommen.

Schon traditionell führte RSC-Mitglied Gerd Herzberg gewohnt sachlich und souverän durch die Versammlung. Aber schon bei der Begrüßung der Anwesenden war es mit dem Bekannten vorbei. Denn diese Aufgabe wurde von Marc Ahlers übernommen, der zu diesem Zeitpunkt kommissarisch die Position des 1. Vorsitzenden innehatte. Dies war nötig geworden, da der eigentliche Amtsinhaber Hajo Kowalski bereits Ende letzten Jahres von seinem Amt als 1. Vorsitzender zurückgetreten war. Er hatte sich zu diesem Schritt entschlossen, nachdem er bei der Besetzung des Trainerpostens bei den 1. Herren ohne Abstimmung mit dem restlichen Vorstand gehandelt hatte. Wie groß die Wertschätzung für ihn und seine Arbeit in den letzten Jahren war und auch jetzt noch ist, zeigte sich an den zahlreichen Wortmeldungen im Laufe des gesamten Abends und der Verabschiedung durch den Vorstand. Tenor aller Äußerungen: Hajo Kowalski hat den Verein durch eine schwierige Zeit geführt und voran gebracht.

 

Viel Lob für die Schiedsrichter

Ebenfalls viel Lob heimste die Schiedsrichter-Sparte für ihre Arbeit und Entwicklung im vergangenen Jahr ein. Matthias Mroch als stellvertretender Obmann nahm das Lob zwar gerne an, verwies aber auch in seinem Bericht darauf, dass die Sparte momentan deutlich unterbesetzt sei, um die voraussichtlich rund 700 Spiele, die in dieser Saison mit RSC-Schiedsrichtern besetzt werden, auch tatsächlich pfeifen zu können. Derzeit hat der RSC 42 Schiedsrichter. In Anbetracht der zahlreichen Teams, die in dieser Saison dazugekommen sind, müsse der RSC jedoch 52 Referees melden, so Mroch. Die Tatsache, dass beim aktuellen Schiedsrichter-Lehrgang 8 Mitglieder des RSC dabei sind, ist da ein sehr gutes Zeichen.

 

Den nach eigenen Angaben „angenehmsten Job des Abends“ hatte RSC-Vorstandsmitglied Axel Baake, der die Ehrungen für langjährige Mitglieder des Vereins vornehmen durfte. Marco Pfaue, Tischtennis-Obmann und -Spieler erhielt die Urkunde für 25 Jahre Mitgliedschaft. Angelo Ziegler und Jens Christensen halten dem Verein sogar schon seit 40 Jahren die Treue. Als Horst Jürgen „Luffi“ Kube und Jürgen „Don Krawallo“ Kleinwort in den Verein eintraten, waren die meisten der Anwesenden noch gar nicht geboren – seit 60 Jahren schlägt ihr Herz für den RSC! Eine unglaubliche Zahl!

Gerd Herzberg berichtete über den aktuellen Stand des nächsten großen RSC-Projektes – dem Bau eines zweiten Kunstrasenplatzes. Dieser ist notwendig, um der positiven Entwicklung im vergangenen Jahr gerecht zu werden. 10 neue Jugendteams sind zwar beeindruckend und auch der Grund dafür, dass die Jugendabteilung vor wenigen Wochen mit dem Uwe-Seeler-Förderpreis ausgezeichnet wurde. Aber diese Entwicklung bringt auch Verantwortung mit sich, wenn sie nachhaltig für den Verein genutzt werden soll. Und so konnte Gerd Herzberg zwar darüber berichten, dass der Erste Bürgermeister und auch der neue Innensenator auf Seiten des RSC stehen mit Blick auf einen weiteren Kunstrasenplatz, dass die Entscheidung darüber jedoch in der Bezirksversammlung gefällt wird. Und da der RSC natürlich nicht der einzige Verein in Wandsbek ist, der einen Kunstrasenplatz braucht und beantragt hat, wird es nach Einschätzung von Herzberg wohl noch rund drei Jahre dauern, bis es so weit sein werde. Cem Berk, RSC-Mitglied und sportpolitischer Sprecher der SPD im Bezirk Wandsbek, zeigte sich jedoch nicht so optimistisch. Er geht eher von sechs Jahren aus und schlug dem Vorstand vor, über eine Kooperation mit dem SV Tonndorf-Lohe nachzudenken, der auf dem Gelände der Otto-Hahn-Schule in absehbarer Zeit einen Kunstrasenplatz erhält.

 

Spannende Wahlen

Mit Spannung wurden nach dem Rücktritt von Hajo Kowalski die Wahlen an diesem Abend erwartet. Turnusgemäß musste über den 1. Vorsitzenden und den Kassenwart abgestimmt werden. Da Marc Ahlers als amtierender 2. Vorsitzender für das Amt des 1. Vorsitzenden kandidierte und  Axel Baake als aktueller 3. Vorsitzender für die Position des 2. Vorsitzenden, musste auch über diese Positionen abgestimmt werden. Letztlich wurde Marc Ahlers ohne Gegenkandidat bei zwei Gegenstimmen und 3 Enthaltungen zum 1. Vorsitzenden gewählt. Axel Baake setzte sich bei der Wahl zum 2. Vorsitzenden mit 60 zu 4 Stimmen gegen Bernd Lange durch. Neu im Vorstand ist ab sofort Joachim Thunert. Der 50jährige Jurist ist bereits als Trainer, Spieler, Koordinator des Mädchen-Fußballs sowie als einer von zwei Ansprechpartnern zum Thema Prävention sexualisierter Gewalt im Verein aktiv. Bei seiner Wahl setzte er sich mit 44 zu 23 Stimmen gegen Jürgen Evers durch.

Mathias Polinske wurde ohne Gegenkandidat bei drei Enthaltungen im Amt des Kassenwartes bestätigt. Mit Klaus Herzberg und Holger Reimers sowie Jörg-Dieter Probst und Horst-Jürgen Kube bleiben zudem auch die Revisoren und deren Ersatz im Amt. Der Beirat um Frank Streich, Jürgen Kleinwort und Hans-Joachim „Daddel“ Wulff wurde zudem um Pit Minkowitsch und Armin Struve ergänzt.

Im Laufe der Versammlung gab es auch einige kritische Stimmen zur Arbeit des Vorstandes. Marc Ahlers versprach nach seiner Wahl, auch diese in seine Tätigkeit miteinzubeziehen

 

Wie ein roter Faden zog sich das ehrenamtliche Engagement der vielen Trainer, Betreuer und Unterstützer des RSC durch die Reden und Berichte an diesem Abend. Jugendleiter Jörg Giese konnte dies mit einer beeindruckenden Zahl dokumentieren. 50.000 Stunden unentgeltliche und freiwillige Arbeit wurde insgesamt im vergangenen Jahr für den Verein geleistet. Ansporn und Verantwortung zugleich für alle, die den RSC weiter voranbringen wollen!